Proteinstoffwechsel

Proteinstoffwechsel

Als Stoffwechsel werden die chemischen Prozesse eines Lebewesens zur Umwandlung von Stoffen in Zwischen- und Endprodukte bezeichnet. Die Prozesse dienen dem Aufbau und der Erhaltung der Körpersubstanz sowie der Energiegewinnung. Dieser Beitrag befasst sich mit einem Teilgebiet des gesamten Stoffwechsels – dem Proteinstoffwechsel.

Proteine, auch als Eiweiß bezeichnet, werden über die Nahrung aufgenommen und bilden eine wichtige Nährstoffgruppe in der Ernährung des Menschen. Sie sind ein wesentlicher Baustein unseres Körpers (Muskeln, Herz, Gehirn und Haut bestehen überwiegend daraus) und haben wesentliche Funktionen in der Zellstruktur. Das Protein ist ein Makromolekül, das aus unterschiedlichen Aminosäuren zusammengesetzt ist. Einige Aminosäuren kann unser Körper herstellen bzw. aus anderen Aminosäuren zusammensetzen, manche jedoch, die essenziellen Aminosäuren, muss der Körper zwingend über die Nahrung zugeführt bekommen.

Nach der Nahrungsaufnahme werden Proteine im Margen-Darmtrakt durch Enzyme in kleinere Bestandteile bis zu einzelnen Aminosäuren zerlegt. Über den Dünndarm und das Blut werden diese anschließend in den Zellen und dem Gewebe aufgenommen. Zu den aufgenommenen Nahrungsproteinen kommen täglich ca. weitere 300g körpereigene Proteine, die regelmäßig recycelt werden. In den Zellen findet dann die Proteinbiosynthese dieses Proteinpools statt. Dies ist ein biochemischer Prozess bei dem die Aminosäuren mit DNA-Informationen versehen und wiederum zu körpereigenen Proteinen für die Verwendung im Körper synthetisiert werden.

Aufgrund der durch den Recyclingprozess grundsätzlich vorhandenen Menge an Aminosäuren gibt es im Gegensatz zu den Kohlenhydraten und Fetten auch keine Notwendigkeit Proteine auf Vorrat zu speichern. Proteinverluste werden durch die tägliche Proteinzufuhr über die Nahrung gedeckt. Erst nach einer längerfristigen Hungersituation beginnt der Körper damit verstärkt Muskelmasse abzubauen und diese zu recyclen und in Aminosäuren für die Weiterverwertung umzuwandeln.

Aminosäuren die nicht mehr benötigt werden, können im Energiestoffwechsel abgebaut und verbrannt oder durch Gluconeogenese (spezieller Stoffwechselprozess in Leber und Nieren zur Neusynthese von Glucose aus organischen Nicht-Kohlenhydratvorstufen) zu Glucose systhetisiert werden. Dies geschieht aufgrund des Energieaufwandes jedoch erst, wenn wenn andere Energiespeicher (Glykogen / Glucose) verbraucht sind und/oder die Fettsäurenoxidation (Fettverbrennung) nicht mehr zur Energiebereitstellung ausreichend ist. Überschüssige Proteine bzw. Aminosäuren werden ausgeschieden.

Der Proteinstoffwechsel ist recht energieaufwendig. Etwa 30% der aufgenommenen Proteinkalorien werden im Stoffwechselprozess direkt wieder verbraucht. Aufgrund des hohen Energieverbrauches und der fehlenden Möglichkeit Proteine in Depots einzuspeichern, sind diese für eiweißreiche Ernährungsweisen zum Abnehmen gut geignet.

Bildquelle:
Von – Eigenes Werk, Gemeinfrei, Link

3 Kommentare

  1. Pingback: Stoffwechsel: Insulin - Funktion und Wirkung - Abnehmenmiterfolg.net

  2. helga

    Die Kalorien zählt meine Schwester immer, denn sie möchte abnehmen. Der Sommer steht doch vor der Tür und der Bikini wartet! Gehört habe ich von der Protein-Diäte, zu der Eier, Hafersamen und noch was gehört. Ein paar Tipps dazu wären für uns vom Interesse. Danke!

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  3. abnehmenmiterfolg.net (Beitrag Autor)

    Hallo und vielen Dank für Deine Frage.

    Zuerst einmal: ich bin kein Arzt oder professioneller Ernährungsberater und dementsprechend beschäftige ich mich nicht mit konkreten Diäten bzw. berate dazu auch nicht. Meine Ratschläge resultieren nur aus meiner eigenen Erfahrung, so ernähre ich mich – mit Erfolg.

    Folgendes würde ich, unter Beobachtung der eigenen Befindlichkeiten, empfehlen:

    1. Tageskalorienbedarf ermitteln und diesen auf etwa 3 Mahlzeiten ungefähr gleichmäßig verteilen.

    2. Sinnvolle Nährstoffzusammensetzung (Proteine, Fett und Kohlenhydrate) wählen. D.h. Proteine ca. 0,8 bis 2,0 g pro Kilogramm Körpergewicht, ca. 25 bis 30% des täglichen Kalorienbedarfes aus Fett und der übrige Rest des Kalorienbedarfes aus Kohlenhydraten.

    Eine genaue Anleitung mit Berechnungsbeispiel und weiterführenden Links findest Du hier: http://abnehmenmiterfolg.net/ernaehrung-mit-plan/

    Es sieht komplizierter aus als es ist. Nach einer Weile Praxis braucht man auch nicht mehr ständig nachrechnen, weil man die Mengen und Verhältnisse in etwa kennt. Man muss nur diszipliniert bei der Umsetzung bleiben. Ich wünsche viel Erfolg!

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